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Steuerliche Aspekte einer Solaranlage

2. August 2012 · 0 Kommentare

Sobald man als Privatmann eine Photovoltaikanlage auf sein Dach baut und den erzeugten Strom gegen Vergütung einspeist, wird man damit zum Gewerbetreibenden. Das Finanzamt unterstellt dem Besitzer eine Gewinnabsicht, welche eine Photovoltaikanlage nach 20 Jahren trotz der geänderten Einspeisevergütung ja durchaus erwirtschaften sollte.

Was muss man tun, bzw. nicht tun?

  • Die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage muß dem Finanzamt gemeldet werden.
  • Eine Gewerbeanmeldung beim Ordnungsamt ist i. d. R. nicht nötig! Das Ordnungsrecht und das Steuerrecht sind unterschiedliche Rechtskreise und nicht miteinander verknüpft.
  • Gewerbesteuer muss nicht entrichtet werden, wenn der Gewinn 24.500 Euro pro Jahr nicht übersteigt.
  • In der Regel erhält man nach einiger Zeit ein Schreiben, indem man zwischen der Kleinunternehmerregelung und dem normalen Unternehmerstatus wählen kann. Die Kleinunternehmerregelung kann man nehmen, wenn der Umsatz im Jahr 17.500 Euro nicht übersteigt. Dies ist bei Privathaushalten in der Regel auch der Fall, allerdings sollte man trotz des erleichterten Steuernachweises darauf verzichten. Als Kleinunternehmer braucht man zwar keine Umsatzsteuer gesondert an das Finanzamt abführen, kann allerdings auch keine Vorsteuer aus Anschaffung, Wartung, Reparaturen etc. zurückfordern. Daher sollte man sich schon die Mühe der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung machen.
  • Jährlich muss zusätzlich noch eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt werden.

Abschreibung einer Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage ist in der Finanzwelt meistens ein sog. bewegliches Wirtschaftsgut des Anlagevermögens. Bei der Nutzungsdauer wird bei solchen Anlagen von 20 Jahren ausgegangen, was daher zugleich auch die Dauer für die Abschreibung darstellt. Seit 2011 können Anlagen nur noch linear abgeschrieben werden. Dies bedeutet, das jährlich 5% der Nettoanschaffungskosten bei der Gewinn- und Verlustrechnung auf der Verlustseite angegeben werden können. Bei einem Nettoanschaffungswert von 15.000 Euro wären das somit 750,00 Euro, die man der Einspeisevergütung dagegen rechnen kann.

Abschließender Hinweis:
Die obigen Ausführungen stellen lediglich einen groben Überblick über die gesetzlichen Regelungen dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Die steuerlichen Voraussetzungen sowie die Vorteilhaftigkeit einer Investition sind grundsätzlich von jedem Kunden in Beratungen mit seinem Steuerberater bzw. mit der kreditgebenden Bank zu prüfen.

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