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Klage gegen importierte Solarmodule

26. Juli 2012 · 0 Kommentare

Die Solarkürzung ist nun seit Ende Juni beschlossene Sache und für die potentiellen Interessenten unterm Strich auch nicht so schlecht ausgefallen, wie ursprünglich erwartet. Einen Grund zur Freude haben allerdings deutsche Solarhersteller wenig: Die Konkurrenz aus China drückt mit ihren Billigpaneln die Verkaufspreise enorm. Zwar würden diese auch unter deren Herstellungskosten verkaufen, allerdings erhalten sie vom Staat Unterstützung in Form von zinslosen Darlehen. Um diesen Dumpingpreisen nun einen Riegel vorzuschieben, schlossen sich nun 25 Firmen aus europäischen Ländern wie Deutschland, Spanien, Italien und noch weiteren zu einem Bund zusammen und reichten eine Sammelklage bei der EU-Kommission in Brüssel ein. Fanz Asbeck, Chef der Bonner Solarfirma Solarworld, weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass es nicht darum ginge, die Preise für Solarpanels wieder zu erhöhen, sondern lediglich diese Preisschlacht zu beenden.

Strafzölle ein probates Mittel?
Dumpingmodule sind nicht nur für die europäischen Länder ein Problem, sondern auch für die USA. Allerdings hat man dort bereits reagiert und seit Mai diesen Jahres werden importierte Solarmodule aus China mit Strafzöllen von bis zu 250 Prozent belegt. Problematisch könnte es für viele andere Firmen werden, die ihrerseits Bauteile nach China liefern, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Chinesen sich das so einfach gefallen lassen.

Fazit:
Noch ist nichts entschieden! Die EU-Kommission hat nun selbst erstmal ein gutes Monat Zeit, um die Klage zu eröffnen oder nicht. Klar ist, dass sich etwas ändern muss, damit der Fortbestand der deutschen Solarwirtschaft und somit Arbeitsplätze bestehen bleibt. Ob allerdings Strafzölle im Sinne des Globalisierungsgedanken ein geeignetes Mittel darstellt, das steht wieder auf einem anderen Blatt. Mit Sicherheit kann damit relativ kurzfristig die Einfuhr asiatischer Solarpanels gehemmt bzw. ganz gestoppt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Höhe der Solarförderung künftig auch an die verbauten Solarmodule knüpft. Werden innländische Solarpanels verbaut, dann könnte es einen Bonus oder eine Vergünstigung vielleicht in Form einer längeren Einspeisegarantie geben. Ich bin gespannt, inwieweit die Klage Erfolg haben wird und halte euch damit natürlich auf dem Laufenden.

(Quelle:www.heute.de)

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